In Gedenken an die schwangere promovierte Pharmazeutin und Mutter Marwa al-Sherbini, die im Juli dieses Jahres auf brutale Weise von Alex W. in einem dresdner Gerichtssaal, mit mehreren Messerstichen getötet wurde.
Von Anfang an, und sowie im heiligen Koran als auch in den Handlungen und Reden des Propheten (saws), hat der Islam der Mutter eine höhere Stellung als dem Vater gegeben, was das Lieben oder sie mit Liebe und Güte zu behandeln, angeht. Mütter leiden sehr, bevor das Kind geboren wird.
Wenn sie zu vor der Schwangerschaft krank ist, neigt sie dazu währenddessen es sehr schwierig zu haben. Folglich wird ihr Leben bedroht, wenn sie entbindet. Sie muss also das Kind pflegen und darauf aufpassen, was ihre Bewegungsfreiheit einschränkt.
Deshalb sprach Allah (swt) über das Leiden der Mutter, welches nicht mit dem Vater geteilt wird. „Wir haben dem Menschen Güte gegen seine Eltern zur Pflicht gemacht. Seine Mutter trug ihn mit Schmerzen, und mit Schmerzen gebar sie ihn. Und ihn zu tragen und ihn zu entwöhnen erfordert dreißig Monate“ {46:15}. Andererseits hat der Vater eine Pflicht, seine Kinder zu versorgen und sie groß zuziehen sowie zu bilden.
Das ist der Grund, weshalb Allah (swt) sie gleichgestellt hat, wenn es darum geht, sie freundlich zu behandeln. Allah (swt) wiederholt das Wort „Eltern“ mehrmals im Heiligen Koran: „Dein Herr hat geboten: «Verehret keinen denn Ihn, und (erweiset) Güte den Eltern. Wenn eines von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, sage nie "Pfui!" zu ihnen, und stoße sie nicht zurück, sondern sprich zu ihnen ein ehrerbietiges Wort“, {17:23} indem, der Vorrang der Mutter bewahrt wird, denn sie ist diejenige, die am meisten leidet.
Aus diesem Grund sagte der Prophet (sas): „Das Paradies liegt zu Füßen der Mütter“. Das heißt, dass das Paradies, der Lohn für ihre Ausdauer und Geduld ist. In vielen Traditionen, wird die Mutter als Märtyrerin angesehen, wenn sie während der Geburt stirbt.
Imam Zayn al Abideen (as) sagt: „Es wird überliefert, dass einst ein Mann zu dem Gesandten (s.) kam und fragte: „Ich ernähre meine Eltern, trage sie auf meinem Rücken und wasche sie; habe ich meine Pflichten ihnen gegenüber erfüllt?“ Der Prophet (s.) antwortete: Nein, weil du ihnen mit der Erwartung ihres Todes gedient hast, während sie wünscht, dass du ein langes Leben hast.
Imam as-Sadiq (as) sagte, dass der Prophet (s.) einmal von einem Muslim gefragt wurde: „Wem soll ich etwas Gutes tun?“ Der Prophet antwortete: „Deiner Mutter.“ Er (s.) wiederholte dies dreimal und dann sagt er Er: „Deinem Vater.“
Ein Mann namens Ibrahim bin Mohazzam erzählt folgende Geschichte: „Einst stritt ich mich mit meiner Mutter und ich war gemein zu ihr. Am Tage darauf sagte Imam As-Sadiq (as) zu mir: „Wie konntest du das tun? Weißt du nicht, dass ihre Gebärmutter ein Haus ist, in welches du gelebt hast?...und, dass ihre Brust ein Kessel ist, aus dem du getrunken hast? Mach das nicht wieder.
Der Koran untersagt jedes Zufügen von Leid zu den Eltern, auch nur durch Worte, sondern neige zu ihnen den Fittich der Demut. “Und neige gütig gegen sie den Fittich der Demut und sprich: „Mein Herr, erbarme Dich ihrer, so wie sie mich als Kleines betreuten.“ {17: 24} Diese Art von Demut erniedrigt einen nicht, sondern sie erhöht ihn.
Ein Mann kam zu Imam As-Sadiq (as) und sagte, dass er den Islam angenommen hatte, während dies seine Mutter nicht tat. Er fragte ihn, was er tun sollte.
Der Imam sagte: „Schau wie du dich (früher), um sie gekümmert hast, als du und sie die selbe Religion hattet, und multipliziere dies.
Als er dies tat, bemerkte es seine Mutter und fragte ihn, warum er dies tat. Er erzählte ihr: „Ich wurde von den Führer dieser Religion, aufgefordert dies zu tun. Die Mutter fragte: „Ist er ein Prophet?“; „Nein, er ist ein Sohn des Propheten.“, antwortet der Mann. Die Frau kam letztendlich dazu, solch eine Religion anzunehmen, deren Sitten so hoch und spirituell sind.
Demnach ist ersichtlich, dass das Thema der Mutterschaft sehr grundlegend aus der islamischen Sicht der Familie ist. Was wir bisher darüber gesagt haben, schließt zwei Verantwortungen ein: die Verantwortung der Kinder gegenüber den Eltern und die des Ehemanns. Das Problem bei einigen Männern ist, dass sie die Mutterschaft unterschätzen. Aber sie würden sich wie Schläger (oder Verbrecher) aufführen, welche ständig drohen, sich von den Frauen scheiden zu lassen.
Der zweite Punkt: Ein Mann muss vorsichtig sein, wenn er sich eine Mutter für seine Kinder aussucht.
Er muss sich eine Frau aussuchen, die gut gebildet und gut erzogen ist.
Schönheit und Geld werden nicht ausreichen. Außerdem wird man nicht mit einem Scheckbuch oder einem Gemälde leben. Man lebt mit einem geistlichen und sozialen Gefährten. Deshalb riet uns der Prophet (s.) jene zu heiraten, die fromm in ihrer Religion sind.
Wenn dann ein Mann seine Ehefrau wählt, muss er all die Bemühungen schätzen, die sie bei der Erziehung der Kinder aufbringt. Auch Frauen müssen die Bemühungen der Männer, für die Familie zu sorgen, zu schätzen wissen. Dadurch entsteht eine Beziehung, in der der eine den anderen ergänzt. Und wenn beide, der Ehemann und die Ehefrau, gut zueinander und zu ihren Kindern sind, wird sie Allah (swt), der Erhabenste, zusammen in das Paradies einführen, so wie er es im Koran versprochen hat.