Eine gründliche Studie der islamischen Historiographie (Geschichtsschreibung), führt uns zu Feststellung, dass Muslime unter einen gefährlichen Problem leiden. Dieses Problem verläuft in zwei Richtungen:
Das Problem der Ausführung von etwas, ohne die Aneignung des Wissens(die Kenntnis) darüber;
Das Problem der Aneignung des Wissens, ohne die Ausführung danach.
Die islamische Geschichte durchweg haben wir entweder über
Kämpfer, die ihren Glauben treu blieben, gelesen oder sind auf sie gestoßen.
Solche Leute verdienen unseren Respekt, aber später haben wir festgestellt, dass es diesen Leuten an Fülle von Wissen fehlt. Sie sind oberflächlich und engstirnig.
Diese Neigung (Trend) ist so gefährlich, dass sie Ignoranz in der Gesellschaft mehrt; einfach aus dem Grund, weil diese Leute das Vertrauen anderer gewinnen könnten und ihnen ihre Ignoranz gegenüber der islamischen Gesellschaft aufnötigen. Auf der anderen Seite, sind da die anderen Leute, welche sich das Wissen aneignen, aber sie sind nicht verantwortungsvoll genug damit die islamische Gesellschaft zu begünstigen. Die Islamische Einstellung gegenüber diese Gruppe ist ziemlich bestimmt, und die folgende Überlieferung (Hadith) verdeutlicht diese Einstellung: „Es gibt zwei gesellschaftliche verheerende Klassen; einen ignoranten Einzelgänger und eine zügellosen Denker."
Wie behandeln die Unfehlbaren (as) diese zwei Neigungen (Trends)?
Der Prophet (sas) und die Unfehlbaren (as) versuchten es mit Diskussionen und Handeln mit denen die, diese Neigungen vertraten und das ihren ganzen Werdegang hindurch. Lasst uns schauen, was und wie wirklichkeitsnah sie sie betrachteten.
Der erste Trend: Handeln ohne Wissen
Der Unfehlbare, Imam Ja'far as Sadiq (as) hat solche Fälle
vorsätzlich mit großen Bedenken betrachtet. Er belehrte seine Schüler mit den wichtigsten Punkten, welche helfen diese gesellschaftlichen Krankheiten zu heilen. Demnach erzählt einer seiner Schüler
folgendes: „Ich hörte AbiAbdullah (Imam as-Sadiq) sagen, dass der Schüler, der kein Ziel in seinem Leben oder in seinem Handeln hat, dem gleicht, der vom rechten Weg abgekommen ist, welcher ihn
letztendlich zum falschen Ziel führt."
Was bedeutet, dass wenn wir einen Weg in unseren Leben einschlagen, uns ein Plan sowie das Ziel gestalten; andererseits gehen alle unsere Bemühungen verloren. Wir müssen uns selber mit dem Wissen
dieses Weges und alles was damit zusammenhängt, bekannt machen. Wenn man sich nicht mit dem Anfang und dem Ende des Weges vertraut macht, wird man sehr weit von den Absichten entfernt sein sowie
völlig abgewichen, wenn man nicht genau über alle Details, welche einen zum Ziel führen, nachdenkt.
Das Zusammenspiel zwischen der heiligen Botschaft und der Wirklichkeit
Hussein
al-Seikel, ein weiterer Gefährte Imam as Sadiq's (as) behauptete von Aba-Abdillah (as), dass er sagte: „Allah, der Erhabene, akzeptiert keine Tat ohne Wissen."
Was heisst, dass Gott, der hoch Erhabene, uns motiviert dieses Wissen anzueignen, welches wir vor dem Beginn der Tat haben sollen. Vielmehr sollten unsere Taten nicht unser Hauptmotiv sein, sonder
eher die Tat, welche den Gedanken und das Ziel ausdrücken. Es ist die Tat, die die Botschaft mit der Wirklichkeit zusammenschließt, denn wenn wir gegenüber der Botschaft ignorant sind, dann würde
dies, was auch immer wir tun, eine Abweichung von der Heiligkeit der Botschaft sein.
Die Größe der heiligen Gesandten war durch ihre Darstellung
von Tat und Wissen, deutlich erkennbar. Sie wurden die Verkörperung ihrer religiösen Aufgabe. Betrachte dich selbst als eine gewissenhafte Person, aber im gleichen Moment bist du ebenso ignorant wie
auch deine Gewissenhaftigkeit. Eine solche Gewissenhaftigkeit würde nicht die spirituelle Beziehung mit deinem Schöpfer stärken. Du solltest realisieren, dass du gegenüber deinem Herrn, Allah swt,
nicht gewissenhaft warst, aber du warst gegenüber dem gewissenhaft, von dem du dachtest, dass es für Allah swt ist.
Also warst du nicht gegenüber der Wahrheit selbst gewissenhaft und deine Ergebenheit ist von dem rechten Weg abgewichen aufgrund deiner Ignoranz gegenüber vielen Dingen; in Anlehnung zu dem, was Imam
as Sadiq (as) sagte, dass beide, das Wissen und die Tat, in Zusammenhang stehen sollten. Sie können nicht von einander getrennt sein. Sollte dies der Fall sein, so würde diese Person bestimmt ihren
Weg verfehlen. Unsere Überzeugungen sind weder bloße Vorstellungen getrennt von unseren Taten, noch sind sie Taten getrennt von den orstellungen.
Liebe ist Wissen
Deine Liebe sollte auf das richtige und wirkliche Wissen
über Allah, sowie das über Seine Propheten und den Angehörigen des Hauses (Ahl-ul-Bayt) gebildet werden. Diese Art der Liebe würde dir bei der Rechtfertigung deiner Taten vor Allah, den Erhabenen, am
Tag der Auferstehung helfen.
Gemäß dem, was du von dem Islam forderst (fragst), solltest du ganz genau wissen, was du forderst (fragst). Du solltest mit allen methodischen Bedingungen vertraut sein sowie alle Lösungen, die der
Islam der Welt präsentiert. Du kannst kein erfolgreicher Anführer von irgendeiner pädagogischen, politischen oder sozialen Stelle sein, ohne dass du wirkliches und reines Wissen über den Islam und
vor allem über den Koran hast. Das wirkliche Wissen über den Koran würde unseren dunklen Weg erleuchten und uns vor so jeglichen Abweichungen bewahren. Das ist es, warum wir wegen dem Problem der
Ignoranz gegenüber koranischen Befehlen leiden. Die meisten unserer religiösen Gelehrten sind über das, was der Koran sagt, immer noch ignorant eingestellt. Um zu wissen, was der Islam ist, müssen
wir uns über alles, was mit diesen Weg zusammenhängt, vollauf bewusst sein. Andernfalls würden wir vielleicht eher den Weg verfehlen, wobei wir denken, dass wir dem Islam somit dienen, wir ihn aber
eher entstellen.
Die Übersetzung weicht leicht vom Original ab
Quelle: http://english.bayynat.org.lb/islamicinsights/practice.htm