Seine Eminenz als Lehrer

Die lehreichen Gaben

 

Seine Eminenz hatte viele Schüler in Najaf, die aus dem Libanon, Irak und Syrien stammten, die er in den Quellen und Methoden des Islamischen Recht [Muqadimat, Sutuh] lehrte. Er hatte sogar Kurse, in denen er die zwei Bücher „Al-Makasseb“ und „Al-Rassa'il“ von Scheikh Murtadha al-Ansariyy1, lehrte. Außerdem das Werk „Kifayat al-Usul“ von Lalkhond al-Khorassani2.

 

All seine Studienkommilitonen bezeugten seinen aussergewöhnlichen Rang im Wissen und Erlangen, so dass die Islamische Arena im Irak ihn zutiefst vermisste, als er im Jahre 1966 in den Libanon zurückkehrte. Der Märtyrer Ayatullah Sayyed Muhammad Baqir al-Sadr [r] tat dies mit folgender bekannten Äußerung kund: „Jeder, der aus Najaf ging, hat etwas verloren, außer Sayyed Fadlallah. Denn als er ging, war es Najaf die ihn verlor“.

 

So wie Seine Eminenz sich um die Islamischen Studien in Najaf bemühte, so bemühte er sich auch um die Bildungsaktivität in Najaf, so dass er als Mitglied in der Bildungsversammlung für das Forum der Publikation, gewählt wurde.

 

Er war stets auf dem Laufenden, was den zeitegenössischen Bildungsstand betraf. Mit 10 Jahren schon, las er stets die Artikel, die die Erzieher und Denker seiner Zeit in den ägyptischen und libanesischen Zeitschriften veröffentlichten und die in jener Zeit in Najaf erhältlich waren.

 

Dies inspirierte ihn und seine Kollegen, darunter Sayyed Muhammad Mahdi al-Hakim, der Sohn vom Marja' Sayyed Muhsin al-Hakim, sodass sie begannen ebenfalls eine handgeschriebene Zeitschrift herauszugeben. Hierzu erinnert sich seine Eminenz: „Wir verfassten und veröffentlichten diese (Zeitschrift), als wir ca. 10 oder 11 Jahre alt waren, und immer wenn ein Teilhaber hinzu kam, schrieben wir weitere Exemplare[...]“

 

Und als eine Versammlung von Gelehrten in Najaf eine religiösorientierte Zeitschrift herausgaben, war seine Eminenz Sayyed Fadlallah, der Chefredakteur, mit dem Märtyrer Sayyed Muhammad Bager al-Sadr [r] und Scheikh Muhammad Mahdi Schams ad-Din [r]... .Seine Eminenz bemerkt hierzu: „Sayyed al-Sadr schrieb das erste Vorwort unter dem Titel „Unsere Botschaft“ und ich schrieb stets das zweite Vorwort unter dem Titel „Unser Wort“. Diese Einleitungen habe ich in meinem Buch „Unsere Angelegenheiten im Lichte des Islam“

 

 

Und als Seine Eminenz auf Bitten von zahlreichen Gläubigen, die einen Verein gründeten, der sich um die Islamische Bildungstätigkeit bemühte „Jami'at Ussrat al-Ta'akhee“ und die bemerkten, dass die islamische Arena im Libanon, seine Eminenz braucht, brach seine Lehren und seine Lehrreichen Gaben nicht ab. So gründete seine Eminenz eine Islamische Hochschule [Hawzah] namens „Al-Ma'had al-Islamiyy al-Schari'“.

 

Dies war für viele Studenten der Islamischen Theologie der Anknüpfungs -und Anfangspunkt. Von seinen segensreichen und gesegneten „Händen“ entstammen viele hohe Geistliche auf libanesischen Boden, und dieses Zentrum ist bis zu diesem Zeitpunkt existent.

 

Seine Eminenz gibt seit mehr als 20 Jahren Unterricht im freien Unterrichtsstil [Baht al-Khariji] in den Fundamenten des Islamischen Recht. Diesen Unterricht hören ca. 100 Studenten aus dem Libanon, Irak und andere.

 

Von seinen Händen, wurden zahlreiche Lehrer der Hawzah und Gelehrte ausgebildet. Außerdem wurden viele seiner Studien zum Thema Ehe, Stillen, Testament, Erbe, Judikative und andere, veröffentlicht. Hinzukommen Hunderte von aufgezeichneten Lektionen und Vorlesungen zu den Thematiken des Rechts [Fiqh] und den Fundamenten [Usul].

 

Seine Eminenz gibt auch wöchentlich 'Baht Khariji' in der Hawzah al-Murtadha in Damaskus/Syrien, am Samstag und am Sonntag. Diesen Unterricht besuchen zahlreiche Studenten und Lehrer der Hawzah aus Irak und andere und speziell den Golfstaaten, die nach Syrien auswanderten und sich in der Nähe von Sayyeda Zaynab (a.) aufhalten.

 

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1Eine der größten Gelehrten im Usul -al-Fiqh [Grundsätze des Islamischen Recht] und Nachkommen vom großartigen Prophetengefährten Jabir ibn Abdillah al-Ansariyy [r]

 

2Großer Gelehrter im Usul-al-Fiqh

 

 

Übersetzung weicht leicht vom Original ab

09. September 2010

01. Schawwal 1431

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