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Dieses Jahr im Juli hatte ich endlich die Ehre gehabt, seine Eminenz sehen zu dürfen.
Es war ein unvergesslicher Tag. Ich konnte es nicht wirklich fassen, dass ich ihn an diesem Tag begegnen würde und mit ihm sprechen durfte.
Gemeinsam mit einer Gruppe aus Lehrern und einem Maschinenbauingenieur waren wir unterwegs nach Beirut. Als wir nun dort ankamen, führte uns gleich einer seiner Begleiter in seinem Büro. Gemeinsam betraten wir das Büro und begegneten ihn.
Ich könnte behaupten, dass Sayyed Fadlallah auf dem Bild nicht der Echte ist. Wenn man seine Eminenz live sieht, dann ist es ganz anders. Man merkt wie weise und bescheiden seine Hoheit ist. Man könnte meinen, dass sein Gesicht Wissen ausstrahlt. Sein Nour war einfach unglaublich.
Auf jeden Fall haben wir dann unsere Fragen gestellt, auf die wir detaillierte Antworten bekamen. Der Besuch hat etwa 20 min gedauert und wir wurden auf Wunsch, mit dem Sayyed fotografiert.
Ich war traurig und enttäuscht als wir uns verabschiedeten und der Besuch zu Ende war. Es war so, als ob ich meinen echten Vater verlassen hätte. Möge Allah swt ihn segnen, diesen bescheidenen, gottesfürchtigen und besonderen Menschen...
Kurz bevor die Khutba zu Ende war, war ich dort an der Moschee der 'Al Hassanayn'. Seine Moschee. Die Moschee von Sayyed Fadlallah. Es war wie jeden Freitag voll gewesen. So wie oben bei den Frauen, als auch unten bei den Männern. Zunächst sah ich ihn nur von oben, als er seine Khutba beendete. Obwohl er so weit saß, war ich geblendet von seinem Nour. Schon da liefen mir fast die Tränen.
Als nun die Khutba fertig war und er in sein Büro ging, durfte ich bald -endlich- zu ihm. Mein Schwiegervater führte mich zur Tür. Mein Herz klopfte und ich konnte es nicht fassen, dass ich ihn gleich sehen werde. Als ich nun das Büro betrat, begrüßte ich ihn ganz freundlich. Es kamen mir Tränen und ich zitterte am ganzen Körper.
Er merkte wie nervös ich war und beruhigte mich indem er sagte: ''Komm her meine Tochter, was hast du denn auf dem Herzen?''. Ich fragte ihn daraufhin bezüglich einer privaten Angelegenheit.Als er diese großzügig und geduldig beantwortete sagte ich ihm, dass ich sehr stolz darauf war, ihn zu sehen und es einer meiner größten Träume war. Er strahlte und schien glücklich über diese Worte zu sein und darüber, dass ihn so viele Menschen lieben.
Auch erzählte ich ihm über die Fadlallah Website, die es mittlerweile auf deutsch gibt usw. Er schien sehr erfreut zu sein und zugleich stolz. Ich grüßte ihn von all seinen Liebenden aus Deutschland. Er lächelte die ganze Zeit und bedankte sich.
Als ich ging war ich so traurig. Ich wäre am liebsten für immer dort geblieben. Es war unglaublich wie viel Nour dieser Mann ausstrahlte. Ich vergaß alle Sorgen der Welt und dachte nur noch daran, dass ich ihn endlich gesehen habe. Es war ein unglaubliches Gefühl...