Die Zerstörung des Jannat ul-Baqee'
Am 8. Schawwal, Mittwoch, des Jahres 1345 (nach der
Auswanderung), des entsprechenden Datums 21.4.1925, wurden die Gräber des „Djannat ul Baqee3“, in Madina durch den damaligen König ibn Saud, demoliert.
Noch im selben Jahr, des Jahres 1925, wurde der Friedhof des „Djannat ul Muallah“ in Mekka, wo die Mutter des Propheten (ص), sein Großvater, seine Frau
und weitere Vorfahren, des Gesandten Allahs (ص), begraben waren.
Dieser falscher Glaube einer Ideologie, die weder von nah oder fern was mit dem Islam zu tun hat, geschweige denn, dass man eine derartige Denkweise mit den 5 rechtmäßigen und anerkannten islamischen
Rechtsschulen, vereinbaren kann, hat bis heute mit dem Zerstören der Gräber, nicht halt gemacht.
Unter dem Deckmantel des Tawheed (Einheit), werden Gräber zerstört, die Muslime daran gehindert, ihre Imame, die Gefährten des Propheten und seine Verwandten zu besuchen. Unter dem Deckmantel des
Tawheed, wird der Besuch und das Küssen des Grabes des Propheten (ص) und den Gruß an den Gesandten an seinem Grabe, als shirk (Unglaube)
klassifiziert und Millionen von Muslime, die im Gebet
„As salamu 'alaika ayyuhal Nabiyyu wa rahmatullahi wa barakatuh“ mindestens Fünf Mal rezitieren, als Ungläubige abgestempelt. Die Bodenlosigkeit dieser „Tawheed“[Monotheismus] - Argumente ist jedem
Muslim, mit gesundem Menschenverstand, ersichtlich, gleich Muslim schiitischer oder sunnitischer Richtung.
Einige Beobachter, Denker, Gelehrte und Historiker,
sind der Meinung, dass dadurch das Islamische Erbe Schritt für Schritt ausgelöscht werden soll. So dass die islamische Gemeinschaft und die kommenden Generationen, keine Rückbindung auf ihre Wurzeln
mehr haben, und die islamische Seele der Umma3 gelähmt wird. Ein Aspekt, so die Beobachter, welches ein wichtiges Ziel, der Zionisten und ausländischen Mächte, dem Islam feindlich gesinnte Staaten,
Ideologien und Pläne für den Nahen Osten sind.
Ob nun, Zionisten oder andere, dahinter stecken, sei dahin gestellt.
Beschränken wir uns zunächst auf die Ideologien innerhalb des Islam und der islamischen Umma, bevor wir anderen die Schuld geben, obwohl niemand den Vorteil eines derartigen Ziels, für die Feinde des
Islam, ignorieren kann.
Ursprung des
Baqee'
Wörtlich bedeutet „al-Baqee'“,ein paradiesischer Baum. Es ist auch unter dem Namen „Jannat ul-Baqee'“, bekannt. Dadurch wird der Heiligkeit Ausdruck verliehen, wegen der Personen, die dort begraben
sind.
Der erste Gefährte, der dort begraben wurde, war Uthmanibn Mazun, der am 3. Schaaban (3 n.H.) starb. Der Prophet (ص) ließ einige Bäume fällen, und
begrub seinen lieben Gefährten in der Mitte, und legte 2 Steine darauf.
Im folgenden Jahr wurde der Sohn des Propheten (ص) Ibrahim am selben Ort begraben.Die Medinenser begannen darauf, mehr und mehr
ihre eigenen Verstorbenen zu begraben, da der Prophet (ص) für gewöhnlich diesen Gruß und Dua für die dort Verstorbenen sprach:
„Der Friede sei auf euch, O Wohnstätte der Gläubigen! So Allah will, werden wir euch bald wieder sehen. O Allah vergib den Gefährten des Baqee!“.
Der Boden des Baqee' wurde nach und nach vergrößert, so dass ca. 7 Tausend Gefährten des edlen Propheten (ص) ihre letzte Ruhe dort fanden,
ganz zu schweigen von den Nachkommen und Ahl-ul-Bayt des Gesandten(ع) die dort eben begraben sind.
Neben den 4 Imamen: Imam Hassan, Imam Ali al-Sajjad, Imam Muhammad al-Baqir und Imam Jaafar al-Sadiq, sind (u.a) folgende Verwandte des Propheten Muhammad (ص) im Baqee' begraben: seine Tanten Safiyya und Aatika, und die Mutter von Ali ibn Abi Talib (ع) Fatima bint Asad
(رض). Des weiteren ist auch der 3. Kalif Uthman ibn Affan etwas außerhalb des Baqee' begraben worden, doch später schloss man es mit
dem Baqee'-Friedhof ein. Es wurden in den darauffolgendne Jahren auch islamische Gelehrte und Prophetengefährten, wie Anas ibn Malik und andere im Baqee' begraben. Jannat ul-Baqee' ist somit ein
heiliger Ort für die gesamte islamische Gemeinschaft.
Djannat ul-Baqee' ist der Ort im heiligen Land, welcher die Muslime eint und nicht spaltet, es liegt somit an der Umma ihren Standpunkt zu definieren und die Verantwortung zu
übernehmen.
Al Baqee' aus der Sicht
einiger Historiker
Umar ibn Jubair beschreibt seine Reise und den Besuch des „Jannat ul-Baqee'“ mit folgenden Worten: „al-Baqee' ist östlich der Madina platziert. Man betretet es durch einen Tor, den man „Bab
al-Baqee'“ – Tor des Baqee', genannt“.
Wenn man in den Friedhof eintritt, sieht man links das Grab der Tante des Propheten (ص) Safiyyah und danach, dass, des Imam von Medina, Anas ibn Malik. Über seinem
Grab ist eine kleine Kuppel. Davor ist das Grab des Sohnes des Propheten Muhammad (ص) Ibrahim, mit einer weißen Kuppel darüber. Rechts daneben liegt das Grab des
Sohnes des 2.Kalifen Umar ibn al-Khattab, Abdul-Rahman (Abu Shahnma). Von da aus blickend, folgen die Gräber des Aqeel ibn Abi Talib und Abdullah ibn Jaafar al-Tayyar . Blickt man nun von diesen
Gräbern aus, sieht man einen kleinen Schrein, der die Frauen des Propheten überdacht und dann folgt ein Schrein des Abbas ibn Abd-alMuttalib
Vom Eingang aus an der rechten Seite ist das Grab des Hassan ibn Ali situiert mit einer ehrwürdigen Kuppel darüber. Die beiden Gräber des Abbas und des Hassan (ع) sind über den Boden gehoben und deren Wände sind mit gelben Plättchen getäfelt und mit sternförmigen Nägeln verziert. In derselben Weise ist auch das Grab des Prophetensohnes
Ibrahim (رض) geschmückt.
Hinter dem Schrein des Abbas (رض) ist das Haus der Traurigkeit - Bayt al-Ahzan, wo Sayyeda Fatima (ع) für gewöhnlich mit ihren
beiden Söhnen, weilte, um ihrer Traurigkeit freien Lauf lassen zu können. Ganz am Ende des Baqee' ist
das Grab des 3. Kalifen Uthman ibn Affan und daneben liegt auch die Mutter des Imam Ali (ع), Fatima bint Assad.
Nach einem und halben Jahrzehnt, besuchte auch Ibn Batuta den Baqee' in Madina. Seine Schilderungen und Beschreibungen, weichen nur leicht von denen des Ibn Jubair. Er fügte jedoch hinzu: „Im
Baqee' sind viele Muhajireen [Auswanderer] und Ansar [Helfer], und viele Gefährten des Propheten (ص),
deren Namen unbekannt blieben“.
Al-Baqee' war somit ein Ort dessen Heiligkeit stets bewahrt wurde und dessen Signifikanz jedem bekannt war. Die Instandhaltung wurde immer wieder wenn es nötig war, durch Renovierungen und
Restaurierungsarbeiten, aufrecht erhalten bis die wahhabitische Macht in Arabien aufzublühen begann.
Im frühen 19. Jahrhundert wurden die Gräber dieser, von allen Muslimen, gepriesenen und anerkannten Persönlichkeiten, von den Wahhabiten in übelster Weise diffamiert. Jeder Muslim, der Einspruch
erhob wurde als Ungläubiger abgestempelt und oft auch getötet.
Die erste Zerstörung des al-Baqee
Die Wahhabiten sind der Überzeugung, dass das Besuchen der Gräber und der Schreine der Propheten und Imame , eine Form des Götzendienst und unislamisch sei. Diejenigen, die mit dieser Denkweise nicht
einverstanden waren , wurden getötet und deren Besitz konfisziert. Seit ihrer ersten „Invasion“ des Iraks und bis heute, haben die Wahhabiten wie andere Herrscher der Golfstaaten, blutige Massaker an
die Gegner ihrer Ideologie ausgeübt, von dem kein Muslim verschont blieb. Der Rest der islamischen Welt blickte dennoch mit Ehrerbietung und Achtung auf die Gräber des Baqee'.
Wäre dies nicht der Fall, so hätten die beiden Kalifen Abu Bakr und Umar ibn al-Khattab nicht den Wunsch geäußert, in der Nähe des Propheten (ص) bestattet werden zu wollen.
Vom Jahre 1205 bis 1217 nach der Auswanderung versuchten die Wahhabiten, mehrmals im Hijaz [Arabische Halbinsel] Fuß zu fassen, was jedoch fehlschlug.
Im Jahre 1217 nach der Auswanderung, konnte sie einen „kleinen bescheidenen Erfolg“ in Taif verbuchen, wo sie ein Blutbad an unschuldige Muslime anrichteten.
Im Jahre 1218 n.A. drangen sie in Mekka ein und zerstörten alle heiligen Orte, Kuppeln, auch das welches als Baldachain über der Stelle Zamzam stand.
Im Jahre 1221 drangen sie in Madina ein und schändeten den Baqee' Friedhof und jede Moschee, die ihnen unter den Fingern kam. Es wurde sogar der Versuch gemacht, das Grab des Propheten
(ص) zu entweihen, doch Allah der Erhabene, weiß nur warum sie es unterließen.
In späteren Jahren, war es Muslimen aus Irak, Syrien, Ägypten und anderen Staaten, nicht erlaubt den Hijaz zu betreten, um ihre obligatorische Pilgerfahrt ausführen zu können. Der König Ibn
Saud, äußerte die Bedingung, dass jeder Muslim, der den Hajj antreten möchte zunächst den Wahhabismus annehmen soll, ansonsten würde er als Ungläubiger gebrandmarkt und ihm würde das Betreten der
heiligen Stätte verwehrt.
Al-Baqee' wurde dem Erdboden gleichmacht. Es war keine Spur von einer Kuppel, einer Moschee, einem Grab oder Schrein, zu sehen.
Selbst das genügte den Wahhabiten nicht. Der König forderte drei schwarze Angestellte bzw. Wärter am Grab des Propheten (ص) ihnen zu zeigen, wo die
Truhen mit möglichen Geschenken am Grabe zu finden seien. Sie plünderten es, angetrieben von ihren eigenen Interessen und Nutzen.
Tausende von Muslimen flüchteten aus Mekka und Medina, um ihr Leben von dieser Ideologie und Tyrannei der Wahhabiten zu schützen. Muslime in der ganzen Welt verurteilten die Taten der Wahhabiten und
ermahnten das Kalifat des Osmanischen Reiches, die heiligen Orte von der totalen Zerstörung, zu schützen. Wie bekannt ist, griff Muhammad Ali Bascha den Hijaz an und mit der Hilfe lokaler Stämme,
konnte wieder Ruhe und Ordnung in Madina und Makka herrschen. Die Männer des al-Saud Klan machte er den Gar aus und vertrieb sie. Die islamische Welt feierte diesen Tag mit grenzenloser Freude und
Gelassenheit. In Kairo, dauerten die Feierlichkeiten mehrere Tage an. Dies war auch verständlich, denn nun konnten die Pilger wieder ohne Bedingungen ihre religiösen Pflichten verrichten und die
heiligen Schreine wurden wieder restauriert.
Die Osmanischen Herrscher veranlassten Kalif Abdul-Majid und seine Nachfolger Abdul-Hamid und Muhammad, die Wiederherstellung und Restaurierung aller heiligen Orte, Stätten, Schreine und Gräber.
Anschließend wurden weitere Maßnahmen ergriffen, das Islamische Erbe wieder aufblühen zu lassen und die Heiligkeit dieser Orte zu verzieren und zu bewahren. Finanziert wurden diese Maßnahmen von
freiwilligen Spenden, welches am Grab des Propheten eingesammelt wurde.
Die zweite Schändung durch die
Wahhabiten
Das osmanische Reich ließ den Glanz Medinas und Mekkas aufleuchten, durch den Aufbau einer wunderschönen, religiösen Struktur und Architektur hohen Wertes. Richard Burton, der im Jahre 1853
(n.Christus) als afghanischer Muslim getarnt in die heiligen Stätten eintreten konnte, berichtete von mindestens 55 Moscheen und heiligen Schreinen in Medina. Ein weiterer britischer Abenteurer im
Jahre 1877-1878 (n.Chr.), beschrieb Medina, als ein kleines, schönes Städtchen, welches Istanbul mit ihren weißen Wänden, goldenen Minaretten und grünen Feldern, ähnele.
1924 (n.Chr) drangen die Wahhabiten wieder in den Hijaz und richteten ein kaltblütiges Massaker an die Zivilbevölkerung an und führten erbarmungslose Plünderungen durch. Menschen wurden auf offener
Straße getötet. Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht. Selbst Kinder und Frauen blieben nicht verschont.
Awn ibn Haschim (Scharif Mekkas) schrieb dazu: „Ich sah vor mir einen Ort, der mit Leichen und Blut überall bedeckt wurde. Es gab kaum ein Baum, wo nicht mindestens 1-2 Leichen darunter lagen“.
Im Jahre 1925 fiel Madina in den Klauen der Wahhabiten. All das dort vorhandene Islamische Erbe, wurde von ihnen zerstört und geschändet. Das Grab des Propheten Muhammad (ص) blieb als einziges „Erbe“ unzerstört.
Ibn Jabhan sagte hierzu: „Wir wissen und es ist uns bewusst, dass das Grabgewölbe über das Prophetengrab gegen unsere Prinzipien verstößt, und dass dieses auch noch in einer Moschee ist,
stellt eine abstoßende Sünde dar“.
Die Gräber der großartigen Märtyrer des Islam und an ihrer Spitze der Onkel des Propheten Hamza (رض) wurden in Uhud zerstört. Die
Moschee des Propheten (ص) wurde bombardiert. Diese grausamen Taten zogen den Protest Millionen von Muslimen in der ganzen Welt nach sich. Ibn Saud gab den
Muslimen ein Versprechen, dass das Islamische Erbe, mitunter die Gräber, wieder aufgebaut werden und, dass das der Hijaz eine multinationale Regierung bekommen wird. Beide Versprechen des Königs Ibn
Saud blieben leeres Gerede, und man kann sagen ein „Ver – sprechen“, an sich.
Den Wahhabiten reichte das zerstörerische Walten des Islamischen Erbe in Madina nicht aus, so dass sie sich auch an den heiligen Friedhof und das Haus in dem der Prophet (ص) geboren wurde, vergingen. Der Friedhof heißt Jannat al-Muallah, der von ihren Klauen, wie Jannat al-Baqee' in Medina, nicht verschont blieb. Der Tag an dem diese grausamen Taten
in Mekka praktiziert wurden, stellt bis heute ein Trauertag für viele Muslime dar.
Protest von indischen
Muslimen
1926, häuften sich die Proteste aufgebrachter Muslime in der ganzen Welt. Resolutionen wurden verabschiedet und ein Statement veröffentlicht, welches die Grausamkeiten der Wahhabiten beinhaltete
folgende Punkte:
1. Die Zerstörung und Schändung heiliger Orte, zum Beispiel der Geburtsort des Propheten (ص), die Gräber der Banu Haschim in Mekka und Medina (Jannat al-Baqee'), und das
Verbot des Rezitierens der Fatiha und Ziyarah [Besuch] an diesen Gräbern.
2. Die Zerstörung der Gebetsstätten, zum Beispiel die Moschee des Hamza (رض), Moschee des Abu Raschid, hinzukommen die Gräber der Imame und der
Prophetengefährten
3.Eingriffe in die Rituale der Pilgerfahrt
4. Der Druck und Zwang der Wahhabiten ihren Prinzipien und Ideologien zu folgen, abweichend von den Rechtsschulen die die Muslime folgen
5. Das Massaker an Sayyeds [Nachkommen des Propheten] in Taif, Medina, Ahsa und Qatif
6. Die Zerstörung der Gräber der Imame, der Nachkommen des Propheten Muhammad (ص), welches eine tiefe Trauer der Muslime nach sich zog, besonders der
muslimischen Schiiten
Protest aus anderen Ländern
Ähnliche Proteste gab es auch in anderen Ländern, wie Ägypten, Syrien, Iran, Irak, Türkei und Indonesien. Einige Kleriker schrieben Artikel und Bücher, um der Welt zu demonstrieren, was tatsächlich
im Hijaz geschah.
Proteste 2009 in Washington
Eine kleine (unvollständige) Liste, die einen Auszug der Grausamkeiten der Wahhabiten zusammenfasst
Die Grabstätte des al-Muallah (Mekka), wo unter anderem die Frau des Propheten (ص) Sayyeda Khadijja bint Khuwaylid (رض), das Grab der Amina bint Wahab, die Mutter des Propheten (ص), die Gräber des Onkels und Großvaters des Propheten Muhammad
(ص), Abi Talib und Abd-alMuttalib
Das Grab Hawas (Eva) in Jeddah
Das Grab des Vaters des Propheten Abdallah ibn Abd-alMuttalib, in Medina
Bayt alAhzan, das Haus der Trauer, der Sayyeda Fatima bint Muhammad
Die Salman alFarsi (رض) Moschee in Medina
Die Raj'at ash-Shams Moschee in Medina
Das Haus des Propheten Muhammad (ص) in Medina, in welches er nach der Auswanderung aus Mekka lebte
Das Haus des Lehrers und Nachkommen des Propheten Muhammad (ص) Imam Jaafar alSadiq (ع) in Medina
Der Komplex (Muhalla) der Banu Haschim in Medina
Das Haus des Imam Ali ibn Abi Talib (ع), in welchem Imam Hassan und Imam Hussein (ع) geboren wurden
Das Haus des Prophetenonkels Hamza (رض) und die Gräber der Märtyrer in Uhud
In Dänemark tastete ein Nichtmuslim durch seine
verunglimpfenden Karikaturen, die Würde unseres Propheten Muhammad (ص), welches weltweite Proteste und Boykottaufrufe nach sich zog.
Doch hier werden die Gräber großer islamischer Persönlichkeiten, Verwandten, Gefährte und Nachkommen des Gesandten Allahs, geschändet und zerstört, durch Menschen, die sich Muslime nennen und dessen
König sich als „Khadem al-Haramain" preisen lässt. Wo ist die Umma hier, wo sind die Boykottaufrufe? Wo sind die Proteste? Hier haben sich Menschen an das Leib und Blut des Propheten Muhammad
(ص) vergangen.
Traurig jedoch, die Schweigsamkeit der Umma, die es zu lässt, dass man sich an die letzten Ruhestätten, der Gefährten, Nachkommen und Verwandten ihres Propheten (ص) vergeht und damit (womöglich) zufrieden ist.
Nachtrag:
April 2009: Die saudische Regierung umzingelt die letzten Ruhestätten der edlen Imame (a.) aus der Nachkommenschaft des geliebten Propheten Muhammads' (s.) mit Barrikaden.
Ramadan 2009: Während eines Vortrages erwähnte Sayyed Nessrat Qaschaq al-Amili, dass die saudischen "Behörden" nun auch die verbliebenen Steine auf den zerstörten Gräbern entfernen werden.
Parallel dazu wurde in diversen arabischen Medien bekannt gegeben, dass weitere Moscheen, die wichtige islamische Ereignisse / Begebenheiten markieren sollen, zerstört werden. Schritt für Schritt wird das islamische Erbe von den Augen der Menschen ausgelöscht, damit es aber nicht aus dem Gedächtnis ausgelöscht wird, rufen wir dazu auf "Majlis-'azaa" [Trauergedenkveranstal-tungen], Demonstrationen u.ä. auf der ganzen Welt zu veranstalten, damit dieses Ereignis nicht aus dem Gedächtnis der Umma ausradiert wird. Weitere aktuelle Informationen...
fadlallah.de