Es wird von Imam As Sadiq (a. s.) folgendes überliefert: ``Wenn ein gläubiger Rechtsgelehrter stirbt, dann entsteht eine Lücke, die nicht zu schließen ist. ``
Die Lücke heißt in diesem Fall das Verschließen eines Fensters, durch das die erschwerende und unglückliche Menschheit den Islam anschaute und von seinem Lichte das nahm, was ihr den Weg zur Sicherheit und Glückseligkeit aufzeigte. Der Tod des Großayatollah Seyyid Fadlallah bedeutet auch einen Riss in der Festung des Islam, denn die rechtschaffenen Gelehrten sind die Bewahrer der Doktrinen, Prinzipien, Moral sowie Gegenwart und Zukunft der gesamten islamischen Gemeinschaft.
Sein Tod ist ein unersetzlicher Verlust an Wissenschaft, Wissen und Segen, die sich der islamischen Gemeinschaft durch Gelehrten, wie den Dahingeschiedenen, erfreute. Das ist genau was wir heute erleben durch den Abgang des Seyyid und seine Rückkehr zu seinem Herren, der ihn mit seinen rechtschaffenen Urvätern in den hohen Rängen zusammenführte.
Der Sayyid war ein Symbol für jemanden, der als Wissenschaftler mit seinem Wissen und als Arzt mit seiner Medizin handelte; ein Symbol für Selbstlosigkeit und anständiges Benehmen, indem er sich von allem Weltlichen enthielt, und jene mied, die ihm Schaden zufügten.
Leid, Schwierigkeiten, Terror und körperliche sowie moralische Mordversuche haben ihn nicht aufhalten können, auf dem Weg des Sichanstrengen und der Aufklärung sowie der Reform mehr als 50 Jahre zu gehen. Viele handelenden Gläubige fühlen sich seiner gesegneten Bemühungen schuldig, die man in seinen Büchern in verschiedenen Wissenschaftsgebieten, seine karitativen und kulturellen Anstalten in allen Teilen der Welt finden kann, und die dazu beitrugen, das Wort Allahs und die Lehren der Ahlulbait (a. s.) zu verbreiten sowie die Unterdrückten zu unterstützen.
Zu diesem Anlass möchten wir unsere tiefe Trauer dem Imam der Zeit (a. f.), den Angehörigen, den Gelehrten, die seinen Verdienst anerkannten und einschätzten, sowie all seinen Anhängern, Sympathisanten ausdrücken.
Wir hoffen, dass diese Lücke durch die frommen Nachfolger, die sich auf dem langwierigen Reformweg befinden, geschlossen wird, da es schwierig ist, ihn zu ersetzen; er allein war eine Ummah. Wir sind der Hoffnung, dass die von ihm und mit Unterstützung von wenigen Gläubigen errichteten karitativen und kulturellen Stiftungen fortgeführt werden
Den Angehörigen seiner Eminenz möchten wir sagen, dass sie das Leid ihrer Urväter (Ahlul Bait) als Trostspender und ihre Geduld zum Vorbild nehmen mögen. Und das Beste und die Ewigkeit liegen allein bei Allah.
Euer Leid ließ uns den unseren vergessen,
und das Kommende leichter ertragen
Großayatollah Scheich Mohammad Musa Al-Yaqoobi
Najaf/Irak
22.Rajab 1431
4.7.2010
-Eingesendet durch die Vertreter des Büros Seiner Eminenz in Deutschland-