Frage: Ist die Einnahme von Stimulanzien bei sportlichen Wettkämpfen erlaubt?
Es ist erlaubt, denn es ist abhängig von der Entscheidung eines jeden einzelnen, aber bei sportlichen Wettkämpfen ist es nicht erlaubt, denn der Wettkampf repräsentiert einen Vertrag zwischen den Wettstreitenden auf der Basis der Zustimmung der Konditionen, welches in der athletischen Bewegung auf den eigenen Körper und die eigene Kraft basiert ist. Zusätzliche Stoffe, welche seine Bewegungen außergewöhnlich kraftvoll machen, stehen dem als Gegensatz gegenüber. Also, ein Muslim muss sein Wort halten und muss treu gegenüber seinem Versprechen sein. Dies steht in Verbindung mit der Tradition, welche besagt: „Gläubige sind treu zu ihren Versprechen.“
In Angesicht dessen, was zuvor erwähnt wurde, ist die Benutzung von Stimulanzien für Athleten nicht erlaubt, weder können Sie eine Medaille oder einen Preis gewinnen, wenn es durch illegale Mittel erreicht wurde.
F.: Ist es für einen Wettkämpfer erlaubt, seinen Gegner so weit zu provozieren, dass dieser wütend wird und aus der Konsequenz daraus vom Schiedsrichter vom Platz gestellt wird, wodurch dann die Spielrichtung und das Ergebnis des Spiels beeinflusst werden?
Wenn die Spielregeln es nicht als ausdrücklichen Bestandteil erlauben, dann ist es ihm nicht erlaubt, aufgrund der geltenden Regeln.
F: Ist es einem Wettkämpfer erlaubt, eine Wette, die auf das Gewinnen und Verlieren von Geld abzielt, abzuschließen, bevor das Spiel beginnt?
Es ist nicht erlaubt, wenn es als Versuch angesehen wird, die Natur des Spieles zu beeinflussen oder wenn es als Bruch des Vertrages zwischen den Wettkämpfern angesehen wird. Denn dieses nimmt dem Wettkampf die Seriosität und beeinflusst den Ausgang des Wettkampfes.
F: Ist es den Zuschauern erlaubt, Einsätze von Geld für den Gewinner einzusetzen, damit die Teilnehmer mehr ermutigt werden und den Wettkampf aufregender machen?
Das ist bei sportlichen Wettkämpfen nicht erlaubt, aber es ist fair, dem Gewinner einen symbolischen Preis zu überreichen.
F: Ist es für einen Wettkämpfer erlaubt, dass er vorspielt, er habe Schmerzen, um damit Entscheidungen des Schiedsrichters zu beeinflussen?
Man sollte seine wahre Natur nicht verstellen, denn es ist dasselbe, als wenn man Lügen erzählt. Erst recht wenn es getan wird, um die Schiedsrichterentscheidung zu beeinflussen, denn es ist der Versuch, um psychologischen Druck auf den Schiedsrichter auszuüben, damit dieser das Spiel falsch leitet. Dies steht in keinem Verhältnis, denn das entscheidende Ergebnis muss einen wahren Hintergrund haben.
F: Wie stehen Sie zu folgenden Wettkämpfen: Boxen, Karate oder den Kampf mit größter Brutalität oder das „Death Game“, schnelle Auto- bzw. Motorradrennen, welche riskant sind; und brutales Ringen (Wrestling)?
Die eben erwähnten Sportarten sind nicht erlaubt, wenn sie in irgendeiner Form dem Menschen oder seinen Vitalorganen schaden, selbst wenn der Wettkämpfer der Gefahr zustimmt, von seinem Gegner verletzt zu werden, wie es z.B. beim Boxen oder Wrestling der Fall ist. Denn der Mensch hat kein Recht es zu erlauben, dass er von anderen verletzt wird. Es ist nicht erlaubt, auch nicht mit der Zustimmung des Wettkämpfers.
F: Ist das kaufen und verkaufen von professionellen Spielern, welches von den westlichen Clubs übernommen und von einigen unserer Länder eingeführt wurde, erlaubt?
Die ist erlaubt, aber es ist nicht der Vorgang von kaufen und verkaufen, denn dem Club gehört der Spieler nicht, so dass er ihn verkaufen könnte. Aber der Verein einigt sich mit dem Spieler für einen anderen Verein zu spielen, und aufgrund dieser Einigung erhält der Verein dann Geld zu den vereinbarten Konditionen und der Spieler spielt dann zu den neuen Bedingungen des neuen Vereins.
F: Ist der Spieler verpflichtet, ein Foul zu melden, wenn der Schiedsrichter es nicht mitbekommen hat?
Der Schiedsrichter muss informiert werden, wenn die Regeln eine Meldung des Fouls voraussetzen. Aber wenn dies in den Regeln nicht festgehalten ist, dann ist der Spieler nicht zur Meldung verpflichtet.
F: Ist Professionalität in Sportarten wie Fußball, Basketball oder anderen erlaubt?
Eine professionelle Karriere ist erlaubt, vorausgesetzt der Profi hält sich an die gesetzliche Verpflichtungen in solchen Situationen.
F: Ist das Wetten auf Wettkampfmannschaften erlaubt? Wie verhält es sich bei Wetten ohne eine vereinbarte Summe von Geld.
Die Wette ist illegal und das zwischen den Parteien vereinbarte Geld darf nicht von dem Gewinner behalten werden, aber der Spieler übernimmt keine Verantwortung, denn er ist davon nicht betroffen. Also ist es ihm erlaubt, in der erwähnten Situation zu spielen.
F: Sehen Sie die Bestrafung auf dem Feld, welche durch den Schiedsrichter ausgesprochen wird, wie z.B. eine temporäre Zeitstrafe, wenn ein Spieler einen Gegenspieler foult, für rechtmäßig?
Da der Vertrag zwischen den Spielern oder den überwachenden Verein eine solche Bestrafung beinhaltet, ist es für den Schiedsrichter erlaubt, solche Maßnahmen zu ergreifen. Und der Spieler oder sein Verein müssen die Entscheidung respektieren.
F: Ist es für einen Muslim erlaubt, dass er gegen die Feindesmannschaft bei einem internationalen Turnier antritt?
Es ist erlaubt, wenn daraus kein Nachteil entsteht, denn dann wäre es nicht erlaubt. Aber es ist klar, das solche Situationen nicht zu einem ernsten Ergebnis führen, denn es ist unter den Spielern üblich, dass sie mit den Meinungen von den Entscheidungen der Regierung in ähnlichen Umständen übereinstimmen, ohne das daraus negative Konsequenzen sich ergeben würden.
F: Ist es für einen Muslim erlaubt, dass er einem ausländischen Team beitritt, wie es in Flüchtlingsstaaten vorkommt, wenn man bedenkt, dass deren Trainer oder die Mannschaftsmitglieder ihn vielleicht beeinflussen könnten?
Es ist nicht erlaubt, wenn das Erwähnte ihn beeinflusst, Sünden zu begehen oder bei der nichtislamischen Welt beeindruckt wird. Aber es ist erlaubt, wenn der Einfluss nichts mit religiösen Entscheidungen zu tun hat. Oder auch mit Entscheidungen, welche weder mit Sünde noch mit Ablenkung zu tun haben.
Mehr noch, diese Situationen müssen vorsichtig beobachtet werden, wie in jeder Angelegenheit, die durch eine Vermischung oder Kooperation mit Nicht-Muslimen verursacht werden.
F: Ist das Verfälschen des Alters der Spieler, um einen Vorteil zu Erlangen, erlaubt? Wie würden Sie das Ergebnis betrachten, wenn die Mannschaft gewinnt?
Das ist nicht erlaubt, denn das wird als Vertragsbruch angesehen, da in dem Vertrag das Alter der Spieler festgelegt wird.
F: In einigen brutalen Sportarten, weiß der Sportler bereits vorher, dass der Wettkampf eventuell zu ernsten Verletzungen für seinen Körper bedeuten kann. Begeht der Sportler, der freiwillig diese Spiele durchführt, eine Sünde?
Es ist nicht erlaubt, wenn die Verletzungen so ernst sind, dass es nicht mit dem zu erwartenden Ergebnis übereinstimmen kann. Hingegen steht aber, wenn die angestrebten Interessen einen großen Wert für sein Leben und die Verletzung nicht so schwer sind, dass es zur Behinderung führen könne, ist es erlaubt. Aber es ist doch klar, dass die Natur des Menschen solche Spiele bzw. Wettkämpfen missbilligt. Demzufolge, Wettkämpfe, die zu solchen Ergebnissen führen, sind nicht erlaubt.
F: Bodybuilding baut auf dem Zuwachs von Muskeln auf, und dem Vorzeigen jener vor Leuten. Es braucht eine lange Zeit, damit die Muskeln so wachsen. Wie sieht der Islam diesen Sport?
Das ist erlaubt, denn dadurch bewirkt es großen Respekt. Es kann im Djihad benutzt werden. Es kann dafür benutzt werden, um sich zu verteidigen, die Ehre von anderen, das Geld von anderen…etc.
F: Was sind die Begrenzungen im Frauensport? Ist es den Frauen erlaubt, Tennis zu spielen, z.B. wenn sie ihr legales Outfit anbehält?
Im Allgemeinen ist es Frauen erlaubt, sich in sportlichen Aktivitäten mit anderen Frauen, nicht mit Männern, zu betätigen. Natürlich vorausgesetzt, dass die gesetzlichen Bedingungen des Hijabs eingehalten werden. Demzufolge gibt es keine legalen Einschränkungen.
F: Darf ein Muslim einem Team beitreten, dessen Mitglieder Gesetzesbrüche wie z.B. Alkohol oder andere Verstöße verüben, beitreten?
An sich ist es erlaubt, so lange er nicht selber zu solchen Taten ermutigt wird oder andere zu diesen Verstößen ermutigt. Dies alles auf der Basis: Schlechtes verbieten.
F: Ist es für einen muslimischen Athleten erlaubt, an Wettkämpfen teilzunehmen, welche nur für Profit ausgerichtet sind und wo sie ihre Preise behalten dürfen?
Das ist erlaubt, denn die Verbände können aus der Bezahlung der Eintrittsgelder Nutzen ziehen, oder durch die Zuschauer werden sie berühmt. Auch der Preis, der durch das eben erwähnte Geld erworben wird, kann vom Athleten behalten werden.
F: Ist die Forderung der Gewinnermannschaft legitim, wenn sie Geld anstelle der Medaille oder des Goldpokals fordern?
Es ist gesetzlich für den Preis, denn es ist deren Besitz, aber die Zuschauer sind natürlich nicht verpflichtet, auf die Forderung der Mannschaft einzugehen.
F: Tennis ist ein Spiel, das von den Punkten und nicht von der gespielten Zeit abhängig ist. Demzufolge kann das Spiel über mehrere Stunden andauern. Sind die Ausübung und das Zuschauen bei diesem Wettkampf erlaubt?
Beides, Zuschauen und Spielen des Spieles, sind erlaubt, solange es nicht den Spieler und die Zuschauer vom Gebet und von den menschlich bindenden Verpflichtungen abhält. Und wenn dieses Spiel natürlich nicht zu einem anderen Verstoß führt.
F: Was ist die islamische Regel betreffend der kurzen Bekleidung bei Fußball-, Basketball- oder anderen Spielern von irgendeinem ähnlichen Spiel?
An sich genommen ist es erlaubt für die Spieler kurze Hosen zu tragen. Auch ist es den Zuschauern erlaubt, diesen zu zusehen, wenn es zu keinen anderen Verstößen führt.
F: Ist das Sympathisieren von Feindesmannschaften erlaubt?
Die Gefühle der Muslime sollten in der gleichen Linie wie die treue Verpflichtung bleiben; also sollten sie nicht mit dem Feind sympathisieren, der daraus vielleicht Unterstützung und Stärke ziehen könnte.
F: In manchen von Ihren Meinungen glauben Sie, dass der Sport manchmal das Ansehen der Muslime beschädigt, wenn sie in manchen Wettbewerben die Kontrolle über ihre Gefühle verlieren. Würde das den Grad des Unerlaubten erreichen?
Die erlaubte Regel der Sache betrifft die Natur der Gefühle, Bewegungen und Übungen, die von den Spielern oder Fans gezeigt werden. Sie sind illegal, wenn der Ausgang auch illegal ist. Hingegen, wenn nichts illegales dabei raus kommt, dann ist es legal.
Mehr noch, die moralische Linie des Islams verlangt, dass der Gläubige stets seine Gefühle unter Kontrolle hat und immer auf die positiven und negativen Konsequenzen Ihrer Taten bedacht ist. Demzufolge ist es nicht erlaubt, Dinge unter dem Einfluss von Leidenschaft zu tun, denn es könnte ihn dazu bringen, die Dinge nicht mehr klar zu sehen.
F: Wie betrachten Sie die negativen Reaktionen der Zuschauer zu einem Spiel, welche unter Umständen fluchen und das Beleidigen der Verlierermannschaft oder sogar das Werfen von verfaulten Tomaten und Eiern auf sie hervorruft?
Dies ist unter keinen Umständen erlaubt, auf der Basis des Verbotes jemanden zu beleidigen.
F: Was sind die erlaubten Begrenzungen bei der Ausübung des Sports im Allgemeinen?
Die erlaubten Begrenzungen im Sport sind keine anderen wie die Begrenzungen bei irgendeiner anderen Beschäftigung. Ein Muslim muss sich selbst den erlaubten Verpflichtungen gegenüber verpflichten, Verträge einhalten, sein Wort halten und andere nicht beleidigen, betrügen oder verletzen.
Jeder Mensch hat das Recht den Sport auszuüben, welcher ihm nutzt, damit er seinen Körper trainieren kann, seine Fähigkeiten ausnutzen und seine Stellung in diesen Bereichen zwischen den Nationen zu behaupten, welches den Status der Islamischen Nation über andere erhebt.
Auf der anderen Seite muss ein Muslim während der Ausübung des Sportes bzw. bei dem Wettkampf sich immer der wahren Bedeutung des Islams bewusst sein. Und sei dies nun in dem eigenen Verhalten oder in der Beziehung mit oder auf Andere. Also, er darf sich nicht all zu sehr auf das Spiel konzentrieren, um nicht von den Geboten und Verboten Allahs (swt) abgelenkt zu werden. Kurz gesagt, der wahre Gläubige (Muslim) macht niemals einen Schritt vorwärts oder rückwärts ohne sich sicher zu sein, dass dieser Schritt zur Zufriedenstellung Allahs (swt) führt.
F: Es gibt einige, die sagen, dass Fußball ein Sport ist, der die Füße trainiert, aber den Verstand paralysiert, hinzugefügt, dass Fußball den Spieler vom arbeiten und denken abhält. Was sagen Sie dazu?
Ich nehme an, dass der Sachverhalt in der Frage nicht so negativ ist wie erwähnt. Ich bin der Ansicht, dass Fußball ein Spiel ist, das der Physis dient. An und für sich führt dieses Spiel zu guten Ergebnissen, denn es hält die Jugend von Gedanken an illegale Vergnügungen ab. Es füllt auch genauso deren Zeit mit der Möglichkeit, den eigenen Körper zu trainieren und es ermutigt sie in dem Gefühl der Notwendigkeit, einem Wettkampf beizuwohnen, der ohne einen gefährlichen Ausgang beendet wird. Aber, ob es nun in einem Spiel oder einer anderen Tat ist, der Islam besteht darauf, dass ein Muslim niemals vollständig davon besessen sein soll und nicht von den islamischen Verpflichtungen seiner Familie oder seinem Leben gegenüber abgelenkt wird.
F: Brutale Sportarten, wie z.B. Wrestling und Boxen fördern die brutale Instinkte des Mannes – wie sieht die islamische Regel diesbezüglich aus?
Es gibt zwei Dinge diesbezüglich, die man bei dieser Art Sport mit Respekt beachten sollte. Die erste beinhaltet die menschliche Notwendigkeit, sich selbst zu verteidigen. In diesem Fall ist das Erlernen des Boxsports von Vorteil, wenn jemand irgendeiner Aggression ausgesetzt ist, und wir sind uns alle bewusst, dass wenn Frauen das Objekt des Angriffs sind, könnte derjenige helfen zu überleben. Demzufolge ist diese Art der aggressiven Sportart eine Möglichkeit zu erlernen sich zu verteidigen. Kurz gesagt: Es ist einem Muslim erlaubt, diesen Sport zu erlernen, dem zuzusehen und ihn gegen Angriffe auch auszuüben.
Der zweite Punkt liegt in der nachteiligen Konsequenz, wenn der Boxer seinem Gegner ein Auge heraus reißt oder in ein Haus einbricht. Es gibt viele erlaubt Vorbehalte, vor allem wenn diese Sportart als Beruf ausgeübt wird und nicht in der Bedeutung der Selbstverteidigung. Denn es ist nicht Rechtens, dass ein Mensch einen Anderen ernsthaft verletzt, auch wenn er nicht der Angreifer ist. Es ist deshalb auch nicht erlaubt, seinem Gegner auf brutalste Weise das Augenlist zu nehmen oder ihm seine Knochen zu brechen, es sei denn, es dient höheren Interessen, wie z.B. wenn das Leben eines Menschen zwingend an der Entfernung eines Körperorgans hängt.