Im Namen Gottes, Erbarmers, des Barmherzigen
Der Wille ist der Weg zur Rechtschaffenheit
Gott sagt in seinem heiligen Buch: „O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren.Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.“Allah möchte, dass wir in diesem Monat, dem Monat Ramadan, unsere islamische Persönlichkeit auf der Grundlage der Stärkung unseres Willens und die Entschlossenheit in allen Herausforderungen weiterentwickeln (ausbilden). Das Wissen allein reicht nicht aus, es sei denn ist auf Willensstärke gestützt.
Dieser Satz ist oft in verschiedenen Reden der Ahl-ul-Bayt (a.) überliefert worden, und so auch von Imam as Sadiq (a.) der da sagte:„Niemand ist schwächer als das, was die Willenskraft entscheidet“.Wenn man die Entschlossenheit und den Willen hat, dann hat man auch körperlich die Möglichkeit, das zu tun, was man will.
Demnach ist diese Willenskraft und Entschlossenheit die Waffe, welche jede Laune, Wünsche und schlechte Angewohnheiten, wie Rauchen, Masturbation, bekämpft, was viele vollziehen, vor allem Jugendliche, und das obwohl sie beten und fasten.
Wenn man einen Drogensüchtigen oder jemand der nach Rauchen süchtig ist, antrifft, und ihm rät, dass er lieber damit aufhören soll aufgrund medizinischer Gründe, wird er aber sagen, dass er es nicht kann. Aber dies ist nicht richtig, auch wenn sein Wille durch diese Sucht geschwächt ist.
Viele Analytiker erklärten, warum eine Person in eine schlechte Gewohnheit zurückfällt, obwohl sie diese zuvor erfolgreich aufgegeben hat. Sie sagten, dass solch eine Person mehr über die guten Aspekte als über die negativen nachdenkt. Um dann wegen der guten Sache aufzuhören, muss er beide Aspekte in Betracht ziehen.
Allah, der Erhabene, möchte, dass der Mensch in diesem Monat eine Art Lehrgang macht, um zu lernen „Nein“ zu sagen, wie wenn er aufhört Kaffee zu trinken, zu frühstücken usw. Warum macht er dies? Weil Gott es ihm aufgetragen hat. Aber so wie dieser Monat seine Willenskraft offen legt, wird er auch Stärke erlangen. Deshalb sollte man das Fasten nicht als Gewohnheit betrachten.
Es ist eine Methode zur Befreiung jeder Angewohnheit, und die Fähigkeit zu jeder schlechten Sache „Nein“ sagen zu können, und „Ja“ zur jeder guten Sache, um den Menschen in seinem Inneren zu erhöhen.
Was macht dich also stark und ermöglicht dir deine Freiheit auszuleben gegenüber denen, die dich zu versklaven versuchen?
Es ist der Wille zur Stärke (Macht) in dir. Wenn man daran glaubt, dass Allah dich als eine freie Person erschaffen hat...dann wird deine Freiheit stärker als deine Wünsche...Der Mensch bekommt seinen Wert von dem, was er anerkennt und was er verwirft. Aber einige sagen immer „Ja“, während die anderen immer „Nein“ sagen, wobei eigentlich eine bestimmte Harmonie zwischen den zwei herrschen sollte.
Das ist es, was es der Gemeinschaft (Nation) ermöglicht die überheblichen Mächte zu anzufechten und zu bekämpfen. Sie sehen in ihrer Freiheit ihren Stolz und und ihre Selbstachtung...Was sonst bringt die Mujahideen (Kämpfer, sei es im weltlichen oder spirituellen Sinne)dazu auf der ganzen Welt sich aufzuopfern... Es ist ihr Glauben in Freiheit und die Kraft ihres Willens diese zu schützen. Eine Nation, die Unterdrückung und Überheblichkeit akzeptiert, lebt nicht ihre Freiheit aus und somit auch nicht gemäß ihrer menschlichen Natur.
Imam Ja'far Sadiq (a.) verbindet Freiheit mit dem Ertragen von Verlust. Er sagte: „Ein freier Mensch ist in jeder Situation frei...Er wird nicht von irgendeinem Unglück zerschlagen, auch wenn er versklavt oder gefangen gehalten wird.“
Wir müssen das Fasten als eine Schule betrachten, welche unsere Persönlichkeit entfaltet und unsere Freiheit bestärkt, damit wir zur einer Gemeinschaft ebenbürtig zu den Gemeinschaften der Welt werden.
Weißt du, warum die meisten Herrscher der muslimischen Welt der überheblichen Mächte gegenüber nicht fest beharrlich stand halten können? Weil sie damit ihre Throne und Reichtum gefährden würden, und deswegen untergaben sie sich ihnen, damit sie ihren Status beibehalten. Die Herrscher haben diese Versklavung gewählt, und der Freiheit ihrer Nation vorgezogen.
Es geht nicht nur um das Essen und Trinken, der Kernpunkt ist frei von der Beschaffung seines Essens zu sein. Dies sollten wir anstreben, wenn wir am fasten sind.
Ein Beispiel: Es gibt diejenigen, die ihre Familienmitglieder und Arbeiter normalerweise unfreundlich behandeln, und ihre schlechte Laune wächst während des Monats Ramadan mehr. Ihre Entschuldigung ist, dass sie am fasten sind. Sie sollten vielmehr wegen dieser schlechten Laune fasten. Wenn du Gottes Strafe fürchtest, während du isst oder trinkst (und somit dein Fasten brichst), dann solltest du wissen, dass dein Fastenbrechen durch Unfreundlichkeit gefährlicher ist.
Es gibt ebenfalls eine Art des menschlichen und sozialen Fasten, welche uns vom Propheten und der Imame (a.) überliefert worden sind. Sie berichten uns, dass die Reichen und Wohlhabenden in diesem Monat Ramadan, durch das Gefühl des Hungers und des Durstes, mit denen mitfühlen können, die keine Lebensmittel auffinden und somit darunter leiden.
Der Nutzen des Fastens ist, eine freie und starke Person zu werden, die zu allem, was sie ablehnt „Nein“ sagen kann, und alles, was sie akzeptiert, „Ja“ sagt.
Damit es nicht gleichgültig ist, ob man fastet oder nicht. Der Gesandte Gottes (s.) sagte: „Es gibt diejenigen, die von ihrem Fasten nichts außer Hunger und Durst haben...Zu fasten bedeutet bzgl. deines Verstandes wegen der Falschheit zu fasten, bezüglich des Herzens wegen dem Hass zu fasten und bezüglich deiner Taten wegen der Ausschweifung zu fasten.“
In dieser Zeit der Barmherzigkeit und Vergebung, der Rechenschaftspflicht und der harten Arbeit, lasst uns an einem Ort der Spiritualität und sozialen Not (also wenig an Materialismus) leben....lasst uns am Ende dieses Monat näher bei Gott sein, und denjenigen, die uns brauchen.
Möge Allah, der Erhabene, eure Reue annehmen und uns
barmherzig sein. Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen. Weiter zu Teil 2...