Seine Eminenz fordert die sofortige Freilassung des assyrischen Bischofs

Übersetzt von Zeinab S.

 

                                         06/03/2008 - 28 Safar 1429 H


 

Sayyed Fadlallah fordert die sofortige Freilassung des assyrischen Erzbischof's Paul Faraj Rahoh

 

Seine Eminenz Sayyed Mohamed Hussein Fadlullah erklärte, dass die christliche Präsenz im Irak und in der Region wahrhaftig ist. Er forderte den Respekt und den Schutz dieser Präsenz mit allen Mitteln und Fähigkeiten, ebenso den Schutz der anderen Minderheiten.

 

Der Sayyed verurteilte die Entführung des assyrischen Erzbischofs im Irak, Paul Faraj Rahuh, und forderte seine sofortige Freilassung. Er betonte die notwendige Sicherheit der Christen im Irak, damit dieses Land ein Treffpunkt für alle Religionen und Menschen bleibt. Er hielt die Besetzung für verantwortlich für die Morde, die Entführungen und die Erschütterungen. Die Iraker sind das Mittel vom Chaos und die Takfir- (Unglaubens-) Mentalität ist geschaffen.

 

Seine Eminenz veröffentlichte ein Statement, in dem er die Entführung verurteilte. Er sagte:

 

''Wir verurteilen die Entführung des assyrischen Erzbischofs im Irak, Paul Faraj Rahoh, die Ermordung seiner Wachen und die Entführungen und alle Operationen die auf unschuldige Menschen zielen. Und wir appellieren an die offiziellen und die populären Parteien, ihn unmittelbar frei zu lassen.

 

Wir betonen ebenfalls die Notwendigkeit der Muslimisch – Christlichen Koexistenz im Irak, basierend auf der nationalen Einheit und fordern die Beruhigung der Christen, damit der Irak ein religiöser und menschlicher Treffpunkt bleibt, für alle politischen und religiösen Tendenzen. Sowohl auch eine zivilisierte Position bleibt, in der sich der Islam allen Bürgern mit Liebe, Gnade und Freiheit erschließt.

 

Irak erlebte niemals zuvor, während seiner ganzen Nationalen Geschichte, solch unmenschliche Operationen von Morden, Entführungen und Erschütterungen seiner Bürger. Es hielt immer fest an den islamischen Werten, das Respektieren der Menschen und es löste die politischen und religiösen Differenzen mittels eines ruhigen und objektiven Dialogs.

 

Aber die Amerikanische und Britische Besetzung erschufen einen Zustand von Sicherheitschaos und eine Takfir (Unglaubens) Mentalität, die seine strategischen Ziele fördern, damit solch eine Stellung möglich wird.

 

Die Iraker, als auch die Araber, sollten die Verantwortung tragen für dieses verwundete Land, bei der Auseinandersetzung mit der arroganten amerikanischen Politik, welche die Zerstörung des gesamten arabischen und islamischen Daseins plant und Hass säht zwischen den verschiedenen Rechtsschulen und Religionen. Handeln, bevor alles über die Köpfe der Menschen zusammen fällt.

 

Basierend auf unserer religiösen Kapazität (als eine Autorität) appellieren wir an alle irakischen Parteien sich anzustrengen um das irakische Image zu bewahren, als vereintes, pluralistisches und vielfältiges Land. Trotz aller Tragödien und Spaltungen, welche die Besetzung verursachte. Außerdem sollten sie die anwesenden Gläubigen und die politischen Minderheiten schützen, besonders die Christen, deren Präsenz wahrhaftig ist. Eine solche Präsenz sollte auf allen Ebenen geschützt werden.''

 

 

Übersetzung weicht leicht vom Original ab

09. September 2010

01. Schawwal 1431

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