Seine Eminenz lobt die Aussagen des Erzbischofs von Canterbury

Übersetzt von Zeinab S.

                                                       12-2-2008 AD, 5 Safar 1429 H

 

 

Die religiöse Autorität, Sayyed Muhammad Hussein Fadlalah, veröffentlichte ein Verlautbarung, in dem er zu den Aussagen des Erzbischofs von Canterbury, betreffend des Islams, Stellung nahm.

 

Er sagte:

 

Wir haben immer die Notwendigkeit, der gegenseitigen Offenheit, zwischen den Menschen und der Religion, betont. Da sie die verschiedenen Aspekte des Lebens bereichert, einschließlich der spirituellen-, der rechtlichen-, der politischen- und der sozialen Aspekte.. uvm. Ebenso überwindet es den existierenden Abstand zwischen den Nationen und den Mitgliedern der verschiedenen Religionen, um infolgedessen hauptsächlich die politischen Komplikationen zu überbrücken.

 

In dieser Hinsicht bewerten wir die Aussagen, des Erzbischofs von Canterbury, zur Anwendung von einigen Bestimmungen der islamischen Shari'a, um den sozialen Zusammenhalt, zwischen den Muslimen und dem Rest des britischen Volkes, zu erzielen. Wir glauben, dass sie eine rationale und aufgeschlossene Mentalität aufweisen, welche die Basis schafft, für das Zusammentreffen der Religionen und das Halten des intellektuellen und spirituellen Dialogs mit ihnen. Mit der Bestrebung, die menschliche Geistigkeit und das Wissen anzureichern. Solch ein Dialog sollte insbesondere zwischen den Muslimen und den Christen gehalten werden, über die der prachtvolle Quran sagte, dass sie den Muslimen, wegen ihrer Geistigkeit und Demut, näher als andere sind.

 

Das ist der Grund, warum der Quran sie ersuchte, um zu einem "fairen Konsens" zu kommen, basierend auf der Grundlage der Vereinheitlichung Gottes und die Einheit der Menschheit.

 

Wir möchten auch unser Bedauern zum Ausdruck bringen, wegen einigen Reaktionen auf die Aussagen des Erzbischofs, welche Unwissenheit und Unkenntnis, auf zwei Ebenen zeigen: Das erste ist die Ignoranz vom Islam als eine Religion und die Vermischung des Islam mit der Praxis von bestimmten Muslimen, welche Gewalt gegen Unschuldige praktizieren, was von vielen Muslimen verurteilt wird. Die zweite Ignoranz ist, dass es in der religiösen Natur liegt, sich in bestimmten Bereichen, wie die Angelegenheit des persönlichen Status, zu engagieren, was aber dem Muslim nicht möglich ist. Dies führt ihn dazu nach Lösungen zu suchen, außerhalb des Anwendungsbereich der rechtlichen Rahmenbedingungen, zur Vereinbarkeit zwischen seiner religiösen Verpflichtung und seiner Staatsbürgerschaft.

 

Wir haben immer die Notwendigkeit, der Integration der Muslime in ihren östlichen oder westlichen Gesellschaften, betont, deren Mehrheit nicht Muslime sind und deren Systeme weltlich und auf Freiheit gegründet sind. Diese Integration sollte erreicht werden, wegen ihrer Besorgnis um die vitalen Interessen ihrer Länder, sowie die aller Bürger, zur Achtung der Gesetzgebung und den Schutz der öffentlichen Interessen. Sie sollten sich bemühen gute Bürger zu sein, auf der Grundlage ihres Glaubens, der fordert: Toleranz, Sittlichkeit, Ethik und die Zurückweisung jedes möglichen Schadens oder Angriffs.

 

Aber wir möchten hervorheben, dass es einige Verantwortlichkeit gibt, die von den Regierungen und den gerichtlichen Behörden auf sich genommen werden sollten,ob westlich oder anderswo, die nicht die islamische Besonderheit des einzelnen Muslims in seinen religiösen Verpflichtungen berücksichtigen, besonders in dem persönlichen Status Angelegenheiten der Ehe, Scheidung und der Erbschaft. Diese Angelegenheiten könnten von den Gesetzgebern integriert werden, damit der Zusammenhalt der Muslime in ihrer Gesellschaft, auf eine Art erreicht wird, die nicht die allgemeine Ordnung jener Länder verletzt, aber eher eine Art Respekt zu einigen Bürgern reflektiert, indem sie die gesetzlichen Bestimmungen einleitet, die ihnen ermöglichen, die Einheit des Systems und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu bewahren.

 

Dieses kann, nach unserer Ansicht, einen fruchtbaren Boden erzeugen um den internen Frieden zu schaffen, der den Mitgliedern der Gesellschaft ermöglicht, sich gegenseitig zu verstehen. Ebenso kann es die Grundsteine legen für eine objektive wissenschaftliche Bewegung, die den Islam besser verstehen würde. Weil wir glauben, dass das kulturelle Maß des Islams ein objektiver Zustand ist, den jedermann studieren kann, da es ist kein göttliches theologisches Geheimnis.

 

In diesem Zusammenhang fordern wir von den Regierungen und den intellektuellen Eliten, insbesondere im Westen, einen objektiven wissenschaftlichen Dialog mit den verschiedenen islamischen religiösen Parteien, um einen Weg zu finden, für die Verringerung der Intensität der Unterschiede, zwischen den Anhängern der verschiedenen Religionen, und um ein Fundament zu legen für den Zusammenhalt der Muslime und der Integration in den Gesellschaften, in denen sie leben. Und zwar so, dass einerseits ihre islamische Verpflichtung nicht verletzt wird und anderseits der westlichen Gesellschaft, eine Art, kultureller und geistiger Reichtum gegeben wird.

 

In dieser Hinsicht möchten wir die Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass die Vorstellungen, die der Westen vom Islam hat, Resultate eines historischen Kontextes sind, der zu vielen Missverständnissen führte. Genauso wie das Christentum nur im Rahmen der Kreuzzüge verstanden wurde, die im Namen des Christentums, auf unseren muslimischen und arabischen Ländern unternommen wurden. Und wir glauben, dass beide Auffassungen weder die Werte des Islams noch des Christentums reflektieren.

 

Wir betonten immer wieder, die dringende Verurteilung von Gewalt gegen Unschuldige und den Frieden zwischen allen Religionen. Und wir haben unsere Verurteilung geäußert gegen die Anschläge des 11.09., sowie gegen denen in Großbritannien und Spanien und denen in den arabischen und islamischen Ländern.

 

Wir haben immer wieder die betont, dass Muslime dringend die zivilisierte islamische Richtlinie nutzen sollen in der Offenheit gegenüber dem anderen und das Halten eines Dialogs mit ihm. Denn der Islam trägt die Methoden der Milde und der Toleranz und nicht die der Gewalttätigkeit und des Takfir1

________________

1Unglauben

Übersetzung weicht leicht vom Original ab

08. September 2010

29. Ramadan 1431

Stelle Rechtsfragen Stelle Rechtsfragen
Zur offiziellen Seite Zur offiziellen Seite